Predigt für den 31.01.2021

Der Predigttext steht in 2. Petr 1, 16-21.

Der Apostel Petrus schreibt:

Denn wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus; sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen. Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm kam von der großen Herrlichkeit: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Und diese Stimme haben wir gehört vom Himmel kommen, als wir mit ihm waren auf dem hei-ligen Berge. Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen. Und das sollt ihr vor allem wissen, dass keine Weissagung in der Schrift eine Sache eigener Auslegung ist. Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen her-vorgebracht worden, sondern getrieben von dem Heiligen Geist haben Menschen im Namen Gottes geredet.

Liebe Gemeinde,

Wahrheit oder Märchen?

Vor einem Jahr wurde die deutsche Tropenmedizinerin Dr. Rothe aus München u.a. von Arztkollegen der WHO und dem RKI nicht ernstgenommen. Man sagte, sie verbreite Märchen. Weil sie Alarm schlug und darauf hinwies, dass das Corona-Virus aus China in Europa angekommen sei und eine unsichtbare Kraft habe, krank zu machen, sehr krank. 

Die nächsten 12 Monate bewiesen, dass Dr. Rothe keine Märchen auftischte. Das Corona-Virus kam überall hin und bewies seine zerstörerische Kraft. Ende 2020 wurde Dr. Rothe vom amerikanischen Time Magazine als eine der 100 einflussreichsten Personen des Jahres 2020 benannt (Quelle: https://www.zdf.de/nachrichten/politik/corona-camilla-rothe-tropenmedizin-webasto-china-100.html)

Weil die Kraft des Corona-Virus erlebbar wurde, zeigte es sich, dass Dr. Rothe keine Märchen verbreitete, sondern Wahrheit. Und sie handelte sofort als Ärztin, indem sie die Auswirkungen ganz genau erforschte und so WHO, RKI und Impfstoffhersteller usw.  medizinisch darauf reagieren konnten.

Wahrheit oder Märchen? Wie ist das mit der Bibel, in der Gottes Wort an uns Menschen steht. Woher wissen wir, dass in der Bibel keine Märchen stehen? Dass Gott keine Erfindung ist? Dass Jesus im Stall von Bethlehem geboren wurde, am Kreuz von Golgatha starb und als der Auferstandene 40 Tage nach  Ostern auf dem Berg in Galiläa in den Himmel aufstieg?

Wir wissen es, weil es Menschen gibt, die genau das erlebt haben. Und weitersagten, was sie gesehen und gehört hat-ten, was sie anfassen und selber als echt und wahrhaftig prüfen konnten. Auch wenn sie dafür angefeindet wurden.

Petrus war solch ein Mensch. Auch wenn er nicht ein Jahr nach Pfingsten von einem amerikanischen Magazin zu den 100 einflussreichsten Menschen seiner Zeit erkannt und benannt wurde, dann war er doch ein Mensch, der die Herrlichkeit Gottes offenbart sah, der Jesus und seine Kraft als Sohn Gottes, als Herr, mit allen 5 Sinnen wahrnehmbar erlebte.

Und was geschah mit Petrus? Anders als es Dr. Rothe ge-hen wird. Niemand wird mehr ihre wissenschaftlich fun-dierten Forschungsergebnisse als unwahr anzweifeln, dass das Corona-Virus hochinfektiös sei und eine gefährliche Kraft habe. Auch die Corona-Leugner werden verstummen und zur Einsicht kommen, dass man durch dieses Virus krank, ja sehr krank werden kann. Die Menschen werden sich entsprechend verhalten und sich impfen lassen, um der Pandemie Einhalt zu gebieten.

Wie erging es hingegen Petrus? Die Menschen wendeten ihre Ohren von der Wahrheit ab, die Petrus und viele Au-gen- und Ohrenzeugen bezeugten, und wandten sich wie-der den alten Mythen zu. Tragisch, wenn Jesus Christus begraben wird und alte Riten, Sagen und Mysterien ausge-graben werden. Weil man das Gute, das Beste verliert!

Wem schenken wir unser Ohr? Der Wahrheit oder Mär-chen? Fragen wir uns einmal ganz unaufgeregt, ob in der Bibel eigentlich die Wahrheit steht, oder ob das erfundene Geschichten über Gott und die Welt sind, um die Frage des Menschen nach Sinn und Ziel des Lebens auf eine Möglichkeit unter vielen hin zu deuten.

Hören wir auf den Augen- und Ohrenzeugen Petrus, der

 sagt: wir haben uns das doch nicht ausgedacht! Wir haben

seine Herrlichkeit gesehen! 

Johannes, der wie Petrus 3 Jahre lang Jesus begleitete, schreibt dasselbe und sagt: was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir euch. (1. Joh 1, 1-3)

Was erkennen wir daraus? Dass die Bibel glaubwürdig ist und keine erfundenen Geschichten oder Legenden in ihr stehen. Vielmehr machten ganz normale Menschen überna-türliche Erfahrungen mit Jesus. 

(1. Bericht von übernatürlichen Erfahrungen)

Als Beispiel nennt uns Petrus die Verklärung Jesu. Petrus, Johannes und Jakobus waren live dabei. Einer hätte sich täuschen oder alles nur ein-bilden können. Aber alle drei haben dasselbe gesehen und gehört. Dass Jesus mit ihnen auf einen Berg ging. Jesus betet. Und plötzlich wird Jesus in ein strahlendes Licht getaucht. Sein Körper verwandelt sich dabei in einen hell leuchtenden geisthaften Körper. Und dann erscheinen Mo-se und Elia. Die größten Persön-lichkeiten der vergangenen Zeit. Sie treten in die Wirklich-keit dieser Zeit und Welt und reden mit Jesus. Und dann ist eine laute Stimme vom Himmel zu hören. Die Stimme Gottes sagt: dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. 

Petrus und die anderen beiden Männer hören, wie Gott im

Himmel sich zu seinem Sohn Jesus stellt und sagt: Jesus ist nicht nur ein Mensch wie jeder andere. Er ist mein Sohn. Und das, was er sagt und tut, das ist genau das, was ich will und ihm aufgetragen habe.

Was Petrus hier mit Johannes und Jakobus erlebte, lässt

sich nicht erklären und auch nicht wiederholen. Es lässt sich genausowenig erklären und wiederholen wie die Ge-burt Jesu von der Jungfrau Maria. Oder dass Jesus auf dem Wasser lief und Petrus zu sich rief, und er auf dem Wasser zu Jesus hinlief, bis er sank, weil er zweifelte, und Jesus ihm die Hand hinstreckte und vor dem Ertrinken bewahrte. (Matth. 14, 22ff) Oder dass Gott zu ihm durch die ver-schlossene Gefängnistür einen Engel sandte, die Ketten von ihm fielen und der Engel ihn hinausführte, um ihn zu retten. (Apg. 12, 3ff) 

Petrus erkannte und verkündigte felsenfest: Jesus hat gött-liche Kräfte, mit denen er in unser Leben hineinwirkt. Ich bin ein Zeuge dieser übernatürlichen Erfahrung! Und Jesus wirkt mit seiner Kraft nicht nur, als er auf der Erde mit uns lebte, sondern auch vom Himmel aus, wo er jetzt ist. Denn als Petrus nach Jesu Himmelfahrt zu dem Gelähmten am Tempeltor sagte: Silber und Gold habe ich nicht, was ich aber habe, das gebe ich dir: im Namen Jesu Christi von Nazareth, steh auf und geh umher! (Apg. 3, 6), da stand der Gelähmte auf und konnte laufen! Petrus erkannte und bezeugte: Jesus wirkt auch vom Himmel her mit seiner Kraft durch seine Jünger helfend und heilend.

Petrus verkündigte Jesus als Herrn, der lebt und wirkt. 

(2. Der übernatürliche Ursprung)

Und er schrieb an die Christen, dass sie nicht nur seinem Wort, sondern auch dem Wort der anderen Schreiber der Wahrheit glauben können und sollen. Weil auch die ande-ren Schreiber der Bibel nicht ihre eigenen Gedanken auf-schrieben, sondern vom Heiligen Geist geleitet schrieben. 

Wie kann man sich das vorstellen?

In den letzten Wochen haben wir gespannt den deutschen Weltumsegler Boris Herrmann begleitet. Ohne Motor an Bord fuhr er - allein vom Wind in den Segeln getrieben - in 80 Tagen um die Welt. 

Petrus sagt: so, wie der Wind in die Segel des Segelbootes bläst und es vorwärtsbewegt, so wurden die Schreiber der Bibel vom Heiligen Geist bewegt und schrieben das auf, was Gott in ihrem Geist innerlich bewegt hatte. Darum ist die Bibel zwar von Menschen geschrieben. Aber diese Menschen erlebten Gott und sein übernatürliches Wirken. Und dann wurden sie von ihm beauftragt, das zu schreiben, wozu er sie durch den Heiligen Geist bewegte.

Das macht die Bibel einzigartig. Weil es Gottes Wort ist, das Menschen aufgeschrieben haben. Was wir in der Bibel lesen, hat also einen übernatürlichen Ursprung, es kommt von Gott.

Kommen wir zurück zu Dr. Rothe. Ihre Fakten über die Kraft des Corona-Virus stimmten mit der Wirklichkeit überein, und so glaubte man ihr und wir d ihr immer glauben. 

Wie ist das mit der Bibel? Ist sie glaubwürdig? Ja, sie ist glaubwürdig, weil ihr Inhalt einen übernatürlichen Ur-sprung hat und auf übernatürlichen Erfahrungen mit der Kraft Gottes beruht. In der Bibel geben Menschen anderen Menschen davon Zeugnis, damit sie Gott glauben und sel-ber Glaubenserfahrungen mit ihm machen. Denn das ist das Ziel, das Gott mit der Bibel hat.

(3. Konsequenzen: mach Erfahrung mit der Kraft, glaub´s)

Lassen wir uns auf das Zeugnis von Gottes Herrlichkeit, auf das Zeugnis von Jesus, der göttliche Kraft hat, ein?

Dann werden wir Gott als lebendig und Jesus mit göttli-cher Kraft wirkend erleben! 

Wie kommen wir dazu?
Petrus gibt uns einen entscheidenden Hinweis. Er sagt, dass wir gut daran tun, auf das Wort Gottes zu achten.

Auf die Nachrichten von Corona achten wir seit einem Jahr sehr genau und tun alles, um uns vor dem Bösen zu schützen. 

Petrus sagt: achtet umso mehr auf das Wort Gottes, denn es tut euch gut! Es ist ein Licht, das an einem dunklen Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen. Gott will es in uns hell machen durch sein Wort, uns ein Licht für unseren Weg geben, damit wir sichere Schritte tun. Glauben wir an diese Wahrheit, dann geht es uns gut! Auch wenn andere das nicht glauben wollen.

Wie macht man das, auf das Wort Gottes zu achten? Konkret heißt das, Zeit mit Gottes Wort zu verbringen. Re-gelmäßig die Bibel zu lesen. Auf Gottes Stimme zu hören. Seine Worte in sich aufzunehmen. Wer sich so Gott zu-wendet, dem wendet Gott sich zu und offenbart sich als der, der er ist. 

Die Zeit des Lockdowns ist übrigens eine hervorragende Zeit zum Bibellesen, weil es weniger Termine gibt!

-Es ist ein Geheimnis und wir können es nicht erklären, aber die Erfahrung können wir machen und bezeugen: in Gottes Wort ist eine Kraft verborgen, die uns zum Leben

hilft. 

-Es ist ein Geheimnis und wir können es nicht erklären, aber die Erfahrung können wir machen und bezeugen: Gott verhält sich genau so, wie er es in der Bibel sagt. Sein Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält er gewiss. 

-Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln (Ps. 23): Genau so ist es, denn Er versorgt mich mit dem, was ich nötig habe! 

-Der Herr ist meine Stärke und mein Schild (Ps. 28): Genau so ist es, denn Er hat z.B. bei einem Termin etwas dazwischenkommen lassen, sodass ich der Corona-infi-zierten Person nicht begegnete und gesund blieb. So oft haben wir Gott als Nothelfer erlebt!

-Meinen Frieden gebe ich euch. (Joh. 14,27): Genau so ist es, denn Jesus macht mein unruhiges Herz ruhig und ge-borgen, indem ich um seinen Frieden bitte und seine Ge-genwart mich erfüllt. Und meine Sorgen, aufgewühlten Gedanken oder auch die ständig wechselnden Menschen-meinungen weichen müssen. 

Fester und gewisser als alles andere haben wir die Bibel von Gott für unser Leben bekommen. Er teilt uns darin die Wahrheit und keine Märchen mit! Und will uns Gutes tun. 

Nehmen wir uns Zeit für die Bibel und wenden wir uns jeden Tag ganz dem Text zu, um Gottes Stimme und Weisung zu hören. 

Und dann wenden wir den ganzen Text auf unser Leben an und werden erleben: der Morgenstern geht in unseren Herzen auf und gibt uns Licht, das da scheint an einem

dunklen Ort, bis der Tag anbreche. Amen.